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2014-09-10 DE Dortmund FZW
 

[Dajana] Der Staub hat sich noch nicht ganz über dem letzten Festivalacker gelegt, da stehen die ersten Bands bereits für das Herbst-Touring in den Startlöchern. Im September noch recht entzerrt und entspannt aber schon mit großartigen Highlights! :)

:: Fotos ::

[Dajana] Und das Zauberwort hieß dieses Mal Vintage Doom Metal! Meine erste Clubshow führt mich nach langer Abstinenz mal wieder ins Dortmunder FZW wo sich YOB und PALLBEARER die Ehre gaben. Beide Bands mit brandneuen - und nebenbei bemerkt - großartigen Alben im Gepäck. Beide Bands hatte ich bis dato noch nie live gesehen. Zeit für Neuentdeckungen… ;)
[BRT] Ein Vorteil eines solch speziellen Packages ist es natürlich auch, das nerviges, quatschendes, weil desinteressiertes Publikum mal direkt zu Hause bleibt. Das war schon sehr angenehm an diesem Mittwoch abend...

[Dajana] :: PALLBEARER :: hatten mit ihrem 2012er Debüt Sorrow And Extinction für Furore gesorgt und wurden anschließend ordentlich gehypt. Zu Recht, wie sie mit ihrem just veröffentlichten Zweitwerk Foundations Of Burden beweisen. Ich mag die Stimme und den Gesang von Brett Campbell sehr. Leider war der Sound recht unausgewogen, so daß zum einen der Gesang oftmals unterging, wie auch so manches musikalische Detail. Darüber hinaus war die Bühne nur minimal beleuchtet. Das ärgerte mich zwar als Fotografin, schmälerte aber nicht die melancholische Atmosphäre. Schicht um Schicht bauten PALLBEARER ihren Sound auf. Dicht und intensiv. Das war schon großartig!
[BRT] PALLBEARER machen alles richtig und nehmen mich trotz übersteuertem Sound regelrecht gefangen. Okay, ein bisschen Warning-Worship machen die Jungs ja schon, aber wer will sich bei einem solchen Vorbild denn schon beschweren…
Setlist: Devoid Of Redemption, Worlds Apart, Foundations, An Offering Of Grief, Watcher In The Dark

[Dajana] :: YOB :: haben ihr nunmehr siebtes Album namens Clearing The Path To Ascend über das Neurosis-Label Neurot Recordings veröffentlicht. Sehr passend, da YOB bekanntlich eine nicht zu verachtende Sludge-Seite haben. Zumindest auf ihren bisherigen Alben. Das Neue ist da ja… etwas ruhiger, psychedelischer, aber kein Deut weniger intensiv. Sänger Mike Scheidt ist einigermaßen erkältet, ein bisschen heiser und schlürft nebenher Tee, schont sich aber nicht. Und dann hauen mich YOB richtiggehend aus den Socken! Nicht nur mich, der eine oder andere rastet komplett aus. Kann ich gut verstehen. YOB sind der Hammer! Und YOB spielen das komplette neue Album, wobei für mich Nothing To Win - zum Niederknien - und Marrow besonders herausstehen. Beim finalen Quantum Mystic gibt es dann eh kein Halten mehr.
[BRT] Ein bisschen mehr Sludge und Psychedelic ist es ja schon, was die Jungs von YOB da so fabrizieren, aber genau das macht den Kontrast zu Pallbearer ja so spannend. Und wer bei diesen großartigen Longtrack- Soundkaskaden nicht sofort in einen hypnotischen Slow-Motion-Hospitalismus verfällt, hatte auf dem Konzert eh nichts zu suchen…
Setlist: Ball Of Molten Lead, In Our Blood, Nothing To Win, Unmask The Spectre, Marrow, Quantum Mystic

 

story © Dajana & BRT • pics © Dajana & Dajana Winkel • Photography