Das
magische dritte, selbstbetitelte Album der Norweger AUDREY
HORNE läuft und läuft und man wartet… auf
den Kick, den „let’s rock-Effekt“, der sich
aber partout nicht einstellen will.
Stattdessen wird man auf Audrey Horne von einer
Welle der Traurigkeit und schwerer Melancholie umspült.
Natürlich wird noch immer gerockt, aber verhalten. So richtig
aus sich heraus kommen die Norweger nur bei Charon, Circus,
Blaze Of Ashes und Bridge And Anchors sowie Darkdrive.
Der progressive Anteil in der Musik bleibt, ist aber wesentlich
eingängiger, keineswegs frickelig oder kopflastig. Überraschenderweise
kommen mir als Vergleich allenthalben Green Carnation in den
Kopf, besonders bei Circus, was deutlich in Richtung
A Blessing In Disguise geht, und - weil aktuell und besonders
gut passend - Bigelf, nur eben ein bisschen weniger progressiv
;) Das heißt natürlich, das es auf Audrey Horne
eine Menge an fantastischer Melodien, Mitsing-Refrains und Hammond
Orgeln gibt, wie zum Beispiel bei Down Like Suicide.
Ich liebe diesen Sound! :)
Ich muss zugeben, es dauerte eine Weile bis Audrey Horne
mich endlich gepackt hat, aber seitdem bekomme ich die Songs
auch nicht mehr aus dem Kopf und das Album wächst mit jedem
weiteren Durchlauf.
Stellt sich nun die Frage, ist Audrey Horne besser
als die beiden Vorgänger Le Foil und No
Hay Banda? Hört man sie alle hintereinander, schließt
das aktuelle Album nahtlos an, mit einer nachvollziehbaren Weiterentwicklung,
einen etwas druckvolleren Sound und derselben ausgewogenen Mischung
aus ruhigen und rockigen Stücken. Fazit: ein tolles
Album und… es rockt doch! :) Macht süchtig!