AUDREY HORNE – s/t

 
Label: Indie Recordings
Release: 25.02.2010
Von: Dajana
Punkte: 8/10
Time: 50:33
Stil: Rock
URL: Audrey Horne
 
Das magische dritte, selbstbetitelte Album der Norweger AUDREY HORNE läuft und läuft und man wartet… auf den Kick, den „let’s rock-Effekt“, der sich aber partout nicht einstellen will.
Stattdessen wird man auf Audrey Horne von einer Welle der Traurigkeit und schwerer Melancholie umspült. Natürlich wird noch immer gerockt, aber verhalten. So richtig aus sich heraus kommen die Norweger nur bei Charon, Circus, Blaze Of Ashes und Bridge And Anchors sowie Darkdrive. Der progressive Anteil in der Musik bleibt, ist aber wesentlich eingängiger, keineswegs frickelig oder kopflastig. Überraschenderweise kommen mir als Vergleich allenthalben Green Carnation in den Kopf, besonders bei Circus, was deutlich in Richtung A Blessing In Disguise geht, und - weil aktuell und besonders gut passend - Bigelf, nur eben ein bisschen weniger progressiv ;) Das heißt natürlich, das es auf Audrey Horne eine Menge an fantastischer Melodien, Mitsing-Refrains und Hammond Orgeln gibt, wie zum Beispiel bei Down Like Suicide. Ich liebe diesen Sound! :)
Ich muss zugeben, es dauerte eine Weile bis Audrey Horne mich endlich gepackt hat, aber seitdem bekomme ich die Songs auch nicht mehr aus dem Kopf und das Album wächst mit jedem weiteren Durchlauf.
Stellt sich nun die Frage, ist Audrey Horne besser als die beiden Vorgänger Le Foil und No Hay Banda? Hört man sie alle hintereinander, schließt das aktuelle Album nahtlos an, mit einer nachvollziehbaren Weiterentwicklung, einen etwas druckvolleren Sound und derselben ausgewogenen Mischung aus ruhigen und rockigen Stücken. Fazit: ein tolles Album und… es rockt doch! :) Macht süchtig!