Wenn
es um die musikalischen Fußstapfen von Black Sabbath geht
und darum, wer den Doom/Stoner Rock in den USA maßgeblich
mit geprägt hat, dann kommen TROUBLE ganz
sicher an erster Stelle. Aktiv seit den Siebzigern bis Mitte der
Neunziger, gab es anschließend eine fast ebenso lange Pause.
Egal ob nun Reunion, re-animiert oder nur aufgefrischt…
TROUBLE sind wieder da, mit neuem Album namens
Simple Mind Condition, auf dem sich musikalisch
nicht allzuviel geändert hat ;) Gottseidank. Nun gab es nach
langer Bühnenabstinenz auch wieder eine Tour, zu der sich
meine Wenigkeit in der Essener
Zeche Carl gesellte.
Zwei Bands, relaxte Atmosphäre, eine relativ gut gefüllte
Halle und Fans, die dem Alter der Bandmitglieder angepasst waren.
Man hätte mich doch beinahe als junges Gemüse bezeichnen
können… ;)
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Fotos ::
Der Support
kam von der Britischen Band ::
RISE
TO ADDICTION ::, in der sich ehemalige Blaze
Musiker tummeln und der ich bisher noch nicht besonders nahe gekommen
bin. Aber ich muss sagen, ich war positiv überrascht! RISE
TO ADDICTION zocken sich dieser Tage den Arsch für
ihr Debütalbum A New Shade Of Black For The Soul
ab, welches am 21. Mai veröffentlicht wurde und von denen
es 7 der 12 Tracks gab – plus nem Sabbath Cover ;) Musikalisch
verbinden die Jungs auf galante Weise die melancholische Seite
des Noise/PostRock Genres, Grunge, klassischen Sabbath Doom, ein
bisschen Prog mit einer ordentlichen Schippe an Groove und Heavines.
Sänger Leigh Oates hat eine angenehme Stimme, rauer als Layne
Staley, aber ähnlich anziehend und unglaublich emotional.
Bassist Joel Graham tat es sogar barfuss ;) Insgesamt könnte
man live zwar ruhig noch ein bisschen aggressiver werden, ansonsten
fand ich RISE TO ADDICTION verdammt geil!
Setlist: Cold Season, The Hive, Low, Everlasting
Wave, To A God Unknown, One Sweet Minute, Children Of The Grave
(Sabbath Cover), Falling As One

Nach einer
halbstündigen Umbaupause, während der man das Drumkit
auf seine Rudimente reduzierte, ließ dann Mr. Eric Wagner
die Puppen tanzen. Chicago’s Doomsters ::
TROUBLE
:: gaben schon ein recht seltsames Bild auf der
Bühne ab ;) Gitarist Bruce Franklin schien einer Hippie-Zeitmaschine
entstiegen zu sein, mit entsprechendem Stirnband und dem klassischen
lila Kamm in der Jeans *lol*. Auch dem zweiten Axe-Man Rick Wartell
sah man seine lange Karriere deutlich an, während die „Frischlinge“
Chuck Robinson (Bass) und Jeff Olson (Drums) einen deutlichen
Zeitsprung verursachten. Andersherum war es aber der Basser, der
sich am meisten auf der Bühne zurückhielt, während
der Rest tierisch abrockte. Mr. Wagner himself stand derweil einigermaßen
angetrunken, kettenrauchend, Whiskey saufend und unfein auf die
Bühne rotzend hinter seinem Mikro, machte einen auf cool
und wuschelte sich ständig durch die Locken. Ab und zu brauchte
er ein wenig Orientierung, hatte aber ansonsten keinerlei Schwierigkeiten,
seine Songs entsprechend in Szene zu setzen. Das Bild war schon
stimmig, irgendwie kultig, wenn auch ein wenig Klischeebeladen
;)
Natürlich ging es musikalisch durch die gesamte Historie,
mit Klassikern vom Debüt Psalm 9 (1984)
bis hin zum aktuellen Werk. Jau, mit den Zugaben spielten TROUBLE
knapp 2 Stunden. Waaahhh, das hat gerockt, das hat irre Laune
gemacht, und an alte Zeiten erinnert! Grandiose Show, toller Abend!
Setlist: R.I.P., The Sleeper, Come Touch
The Sky, Plastic Green Head, Assassin, Pray For The Dead, Endtime,
Mindbender, Goin’ Home, At The End Of My Daze, Memory’s
Garden, Fear, Psycotic Reaction, All Is Forgiven// The Tempter,
Bastards Will Pay // Misery Shows Act II
