Das mit einem Paukenschlag
beginnt. Oder besser: Double-Bass-Gewitter. ETHEREAL ARCHITECT
geben ordentlich Gas, sind durchaus gelehrige Power-Metal-Kinder.
Symphonische, bzw. progressive Elemente finden sich in den
Chören, den zahlreichen Keyboard-Parts, die den Sound
nicht zukleistern sondern bereichern und natürlich in
den geschickt eingestreuten, frickeligen Stellen und Breaks,
die der komplexen, immer hoch melodischen Musik, einen zusätzlichen
Kick geben. Headbangende Musikwissenschaftler dürften
ihre Freude daran haben. Aber nicht nur die.
Denn ETHERAL
ARCHITECT verstehen sich auf musikalische Ökonomie.
Der Sound ist voll, aber nie überladen. Chöre und
vokale Doppelungen dienen der Betonung und sorgen nicht dafür,
die Musik in theatralischer Dramatik zu ersäufen. Adam
Contreras ist zudem ein angenehm unspektakulärer Sänger,
der keine Screams und hochfrequenten Shouts braucht, um der
dynamischen Musik noch einen Effekt drauf zu setzen.
Wie so oft bei
Musik der härteren Gangart sind solche Passagen am Eindrücklichsten,
in denen die Band sich und das Tempo zurück nimmt, in
der Ruhe Kraft tankt für den nächsten Ausbruch.
Dann gelingt sogar die größte Herausforderung:
Ein unpeinliches, balladeskes Gitarrensolo (Obsidian).
Monolith
ist ein rundum gelungenes Album, das „Metal“ im
Zusammenhang mit „Progressive“ ernst nimmt. So
kann es weitergehen.