Wer
von euch erinnert sich noch an die energischen Niederländer
Callenish Circle? STATE:CHAOS holen nämlich in ähnlicher
Weise wie ihre Landsmänner den Thrashflegel aus dem Sack.
Trotz aller Energie und unbändiger Aggression vergisst
das Quintett aber keineswegs auf ein gewisses Maß an Melodie.
Obendrauf gibt’s dann noch ein paar einprägsame Refrains,
sodass Freunde von modernem Thrash Metal ihre helle Freude mit
Chaos//Pain//Despair haben werden. Als weiteren
Anhaltspunkt führe ich die deutschen Haudegen von Dew Scented
ins Feld, vor allem die Stimme von Remco lässt mich an
die Band rund um Leif Jensen denken.
Das Album rockt auf jeden Fall wie die Hölle und wenn die
Matte mal nicht im Takt mitkreist, reckt der gestandene Thrasher
aufgrund von herrlich mitgrölkompatiblen Refrains die Faust
in den Himmel, um lautstark den Mosh-Hammer From The Grave
mitzuschmettern. Zwischendurch bietet sich der eine oder andere
Anlass zu Luftgitarren-Shredder-Alarm während Never
Again, bei dem auch zeitweise gegrowlt wird.
Besonders dynamisch wirkt die Musik von STATE:CHAOS immer
dann, wenn auch ruhigere Momente in den Songaufbau integriert
werden, doch dies geschieht nur äußerst selten. So
wartet etwa das hackende To Die Again mit dezent hymnischen
Anklängen auf; auch das instrumentale Everlasting Pain
wirkt als Ruhepol. Offensichtlich legt die Band aber ihren Fokus
auf melodische Aggression - das macht eine Menge Spaß
und gleicht das Manko fehlender Innovation schlussendlich aus.