JAPANISCHE KAMPFHÖRSPIELE – Bilder Fressen Strom

 
Label: unundeux
Release: 29.01.2010
Von: the.wangacopta
Punkte: 9/10
Time: 42:26
Stil: Grindcore
URL: Japanische Kampfhörspiele
 
JAKA anno 2010 – das sind keine bloßen Riff- und Ideeaufnahmen mehr wir auf der Luxusvernichtung. Das sind keine Räuchermännchen mehr die ihre Hölzer auf farbenfrohen gelben Untergründen räkeln. Das ist keine Diskussion mehr ob der aktuelle Longplayer nun Popgrind oder Grindpop beinhaltet. JAKA ist anders – JAKA lebt durch eine ernste Grundstimmung. Die geliebten Trademarks, die sozialkritischen Texte, der extreme Sound, die Keif- und Growlvarianten gibt es nach wie vor. Allerdings hat sich der musikalische Ausdruck geändert – und der klingt verdammt überzeugend! Auf technischen Schnickschnack haben die JAKA’s fast ausnahmslos verzichtet. Nix mit überzogener Nachbearbeitung oder Tonnen von Takes. Die Instrumente klingen organisch, direkt, ehrlich, in die Fresse. Tontechnische Finessen wurden reduziert, das Songwriting aufgemotzt. Bilder Fressen Strom hat in den üblichen Eruptionen längere Instrumentalparts eingebettet. Und als wenn sie dran Gefallen gefunden hätten, gibt’s gleich 3 satte Instrumentalstücke auf den Teller. Das beste Argument für alle Kritiker, die den Ruhrpottlern Eindimensionalität in der Extreme bescheinigen. Hier findet der Grinder, der Metalhead, der Punk seine innere Befriedigung. Nötig hat Bilder Fressen Strom den Gastgesang in Links von Willi Wucher nicht, dafür ist die Scheibe mit dem Mix von Jacob Bredahl bestens aufgestellt. JAKA 2010, das ist noch mehr mächtiger Ausdruck als zuvor!