JAKA
anno 2010 – das sind keine bloßen Riff- und Ideeaufnahmen
mehr wir auf der Luxusvernichtung. Das sind keine
Räuchermännchen mehr die ihre Hölzer auf farbenfrohen
gelben Untergründen räkeln. Das ist keine Diskussion
mehr ob der aktuelle Longplayer nun Popgrind oder Grindpop beinhaltet.
JAKA ist anders – JAKA lebt durch eine ernste
Grundstimmung. Die geliebten Trademarks, die sozialkritischen
Texte, der extreme Sound, die Keif- und Growlvarianten gibt
es nach wie vor. Allerdings hat sich der musikalische Ausdruck
geändert – und der klingt verdammt überzeugend!
Auf technischen Schnickschnack haben die JAKA’s
fast ausnahmslos verzichtet. Nix mit überzogener Nachbearbeitung
oder Tonnen von Takes. Die Instrumente klingen organisch, direkt,
ehrlich, in die Fresse. Tontechnische Finessen wurden reduziert,
das Songwriting aufgemotzt. Bilder Fressen Strom
hat in den üblichen Eruptionen längere Instrumentalparts
eingebettet. Und als wenn sie dran Gefallen gefunden hätten,
gibt’s gleich 3 satte Instrumentalstücke auf den
Teller. Das beste Argument für alle Kritiker, die den Ruhrpottlern
Eindimensionalität in der Extreme bescheinigen. Hier findet
der Grinder, der Metalhead, der Punk seine innere Befriedigung.
Nötig hat Bilder Fressen Strom den Gastgesang
in Links von Willi Wucher nicht, dafür ist die Scheibe
mit dem Mix von Jacob Bredahl bestens aufgestellt. JAKA
2010, das ist noch mehr mächtiger Ausdruck als zuvor!